Ins Netz gegangen

Auf einer meiner letzten Recherchereisen wäre ich dem Web doch glatt ins Netz gegangen. Auf der Suche nach weiteren Informationen zum Thema Penguin Buchcover-Design bin ich über den Umschlag »Children & Hallucinogens« aus der Reihe »Penguins Guides« gestolpert. Eigentlich hätte ich schon beim Titel hellhörig werden müssen. Zumal im Untertitel »Die Zukunft der Disziplin« gepriesen wird.

Greifen Sie zum LSD, wenn die kleine Lea mal wieder beim Basteln Unfug macht.
Schonwaschgang oder gleich schleudern?
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Pulp Fiction: Von Groschenromanen und Herrenmagazinen

1 A Pulp Fiction. Null Ausstattung, billigstes Papier und »Gib’s ihm«-Typografie.

Die meisten Menschen werden bei dem Begriff »Pulp Fiction« an den gleichnamigen Film aus dem Jahr 1994 von Quentin Tarantino denken. Dass es sich dabei auch um einen umgangssprachlichen Begriff aus dem Englischen handelt, ist wahrscheinlich weniger bekannt. Auf Deutsch trifft es das schöne Wort »Groschenroman« am ehesten. Wobei sich »Pulp« auf eine billige Sorte Papier und »Fiction«, nun ja, auf Erfundenes bezieht. Es gab (und gibt) die unterschiedlichsten Genres in dieser Gattung. Ob erotisch angehauchter Roman, Kriminal- oder Gangsterstoff oder eben, wie hier zu sehen, Geschichten aus dem Wilden Westen. In Deutschland kommen die Hefte aus dem Bastei Lübbe Verlag ihren amerikanischen Schwestern und Brüdern im Geiste wohl am nächsten. Vielleicht ein Thema für einen zukünftigen Blogeintrag.

Von Ausstattung braucht man hier nicht zu sprechen. Wobei die abgebildeten Exemplare, die aus dem Antiquariat Orban & Streu in Frankfurt stammen, immerhin über einen roten Buchschnitt verfügen. Was bei Büchern dieser Art aber keine Seltenheit ist. Der oder die Illustratorin bleiben namenlos. Allerdings sind in den letzten Jahren eine ganze Reihe Bücher erschienen, die sich mit diesem Genre beschäftigen. Bei IDW Publishing ist 2017 »The Art of Pulp Fiction: An Illustrated History of Vintage Paperbacks« erschienen, welches ich als Standartwerk bezeichnen würde.

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»Ich habe den Begriff Cover noch nie benutzt.«

Ein Gespräch mit Michael Solder, Antiquar aus Münster.

Sabine Scho, Schriftstellerin, Lyrikerin und Künstlerin aus Berlin, und Michael Solder im Antiquariat Solder in Münster.

Mittlerweile hat das Zoommeeting den Kneipenbesuch als Ort des Kennenlernens und der ersten Begegnung ersetzt. Und so findet mein erstes Treffen mit Michael Solder an einem kalten Dezemberabend 149,2 Kilometer von einander entfernt vor dem Rechner statt. Zu allem Überfluss auch noch bei Kaffee statt Bier. Ich wollte von ihm erfahren, wie ein Antiquar auf Bücher im Allgemeinen und Buchcover im Speziellen blickt. Im Laufe des Gespräches hat er mir nicht nur die wunderbare Überschrift geliefert, sondern noch eine Reihe von interessanten Einblicken in die wunderbare Welt der alten Bücher un die Arbeit eines Antiquars beschert.

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Die Sonderausgabe

Ein Gespräch mit Stephan Schöll, freier Grafik-Designer und Art Director.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. jährigen Geburtstag von Celestino Piatti wurden fünf aktuelle Bestseller bei dtv neu gestaltet. Grundlage waren Originalillustrationen von Piatti, die erstmals für Buchumschläge verwendet wurden. Die Schutzumschläge wurden von Stephan Schöll, dem Art Director bei dtv, gestaltet. Stephan war so nett, uns ein paar Fragen zu dem Projekt zu beantworten.

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Schlusswort

Zum Schluss noch in frei nach dem Worten von Heinz Strunk, der in einem Buchtrailer mal Folgendes gesagt hat:

»Täglich geht die Sonne auf, täglich weicht die Nacht dem Licht. Alles siehst Du einmal wieder, nur verliehene Bücher nicht.«

Damit will ich schließen und sage: Lesen Sie weiter.
In diesem Sinne: Support your local Buchhändler

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